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Pharmazeutische Tätigkeit
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Pharmazeutische Tätigkeit

 

Mitglieder der Apothekerversorgung müssen Beiträge auf alle Einkommen entrichten, die aus pharmazeutischer Tätigkeit erzielt werden. Im Einzelfall kann es schwierig sein, zu klären, ob die ausgeübte berufliche Tätigkeit eine pharmazeutische Tätigkeit ist. Die Definition der „pharmazeutischen Tätigkeit“ ist selbst in der Rechtsprechung uneinheitlich.

In der Verwaltungsgerichtsbarkeit umfasst die pharmazeutische Tätigkeit nicht lediglich die klassischen Bereiche wie die Entwicklung, Herstellung, Prüfen oder Abgabe von Arzneimitteln. Die pharmazeutische Tätigkeit wird weitergefasst. Sie bezieht sich auch auf Randbereiche pharma-zeutischer Berufsausübung. Das Bundesverwaltungsgericht hat ausdrücklich auf die Eigenart der Pharmazie als eine Wissenschaft hingewiesen, die gewissermaßen interdisziplinär wissenschaft-liche Erkenntnisse aus den Fachrichtungen Chemie, Physik, Biologie und Medizin bündelt und erst aus der Kombination dieser Fachgebiete ihre Eigenart gewinnt.

In der Sozialgerichtsbarkeit wird die pharmazeutische Tätigkeit sehr viel enger gefasst. Das Landessozialgericht Baden-Württemberg hat z. B. mit Urteil vom 23.01.2009 (L 4 R 738/06) entschieden, dass die gegenüber einem Apotheker ausgesprochene Befreiung von der Versicherungspflicht in der Allgemeinen Rentenversicherung nicht für Tätigkeiten als Pharmaberater oder Pharmareferent gilt.

Zweifel bei der Definition einer Beschäftigung als pharmazeutische Tätigkeit sind unmittelbar mit der Deutschen Rentenversicherung zu klären. Diese entscheidet, ob für die spezifische Beschäftigung eine Befreiung von der Allgemeinen Rentenversicherung ausgesprochen wird. Aussagen, nach denen die Deutsche Rentenversicherung immer restriktiver entscheidet, können bestätigt werden.

 

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